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Generali Vermögensaufbau- und Sicherheitsplan: Fakten und Kosten

Der Generali Vermögensaufbau- und Sicherheitsplan kombiniert Rentenversicherung und Schutzbausteine. Aufbau, Anlageoptionen, Effektivkosten und Rentenfaktor in der nüchternen Bestandsaufnahme.

Vertragsunterlagen eines Generali Vermögensaufbau- und Sicherheitsplans auf dem Tisch

Der Vermögensaufbau- und Sicherheitsplan ist eines der bekanntesten Vorsorgeprodukte von Generali. Viele Bestandskunden haben ihn vor Jahren abgeschlossen und zahlen seither monatlich ein, ohne genau zu wissen, was im Vertrag steckt. Hier die nüchterne Aufstellung: wie das Produkt aufgebaut ist, welche Kosten typisch sind und welche vier Werte beim Vertragscheck wirklich zählen.

Kurz gesagt

Der Generali Vermögensaufbau- und Sicherheitsplan ist eine fondsgebundene Rentenversicherung, die sich mit mehreren Schutzbausteinen kombinieren lässt. Das macht ihn flexibel, aber auch teuer und schwer durchschaubar: In unabhängigen Tarifanalysen liegen die Effektivkosten oft zwischen rund 2,5 und 3,5 Prozent pro Jahr, der garantierte Rentenfaktor fällt im Marktvergleich eher niedrig aus. Wer einen solchen Vertrag hat, sollte vor jeder Kündigung zuerst die Effektivkosten und die Fondsauswahl prüfen, denn oft lässt sich im Bestand mehr verbessern als durch einen teuren Wechsel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kombiprodukt: fondsgebundene Rentenversicherung als Kern, dazu optionale Bausteine für Arbeitskraft, schwere Krankheiten, Hinterbliebene und Pflege.
  • Vier Anlagewege wählbar, von konventioneller Anlage über Fonds und Generali-Exklusivfonds bis zu physischem Gold.
  • Effektivkosten in unabhängigen Analysen oft im Bereich 2,5 bis 3,5 Prozent pro Jahr, in Einzelfällen darüber.
  • Ein Kundenbonus von 10 Prozent lockt dazu, mehrere Bausteine zu bündeln. Das erhöht die Bindung, macht die Kosten aber unübersichtlicher.

Wie das Produkt aufgebaut ist

Anders als eine reine Rentenversicherung verbindet der Vermögensaufbau- und Sicherheitsplan die Altersvorsorge mit bis zu vier weiteren Absicherungen in einem Vertrag: Arbeitskraftabsicherung, Schutz bei schweren Krankheiten, Hinterbliebenenabsicherung und Pflegeabsicherung. Generali gewährt einen Bonus von 10 Prozent, wenn mindestens drei Bausteine gebündelt werden.

Das klingt bequem, hat aber einen Haken. Sobald Sparen und Absichern in einem Mantel stecken, lässt sich kaum noch trennen, welcher Beitragsteil in die Geldanlage fließt und welcher in den Risikoschutz. Genau diese Vermischung erschwert den Kostenvergleich und ist der Grund, warum ich Kombiprodukte in der Beratung kritisch ansehe. Mehr zur Logik dahinter in Altersvorsorge im Versicherungsmantel: lohnt es sich?.

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Die Anlageoptionen

Über einen Schieberegler lässt sich die Geldanlage auf vier Wege verteilen:

  • Konventionelle Anlage im Sicherungsvermögen, sicher, aber renditeschwach.
  • Fonds über vorgegebene Portfolio-Strategien.
  • Generali-Exklusivfonds mit Infrastruktur- und Private-Debt-Anteilen.
  • Physisches Gold als Beimischung.

Wichtig für den Vertragscheck: Welche Fonds konkret im Vertrag liegen und was sie kosten, steht nicht im Prospekt, sondern in der eigenen Standmitteilung. Wer in teuren aktiven Fonds steckt, kann den Kostenrahmen oft durch einen Wechsel in günstigere Bausteine senken.

Die Kostenseite, der wunde Punkt

Hier setzt die häufigste Kritik an. In unabhängigen Tarifanalysen werden für den Vermögensaufbau- und Sicherheitsplan regelmäßig hohe Effektivkosten ausgewiesen. Ein dort gerechnetes Beispiel kommt auf rund 3,05 Prozent Effektivkosten pro Jahr, zusammengesetzt aus Abschlusskosten von etwa 2,5 Prozent der Beitragssumme, überdurchschnittlichen Beitrags- und Verwaltungskosten sowie Fondskosten von rund 1,45 Prozent pro Jahr.

Konkret bedeutet das in jenem Beispiel: Bei 250 Euro Monatsbeitrag behält der Tarif rund 22 Prozent des Beitrags für Kosten ein, also etwa 55 Euro im Monat. Solche Werte sind nicht bei jedem Vertrag identisch, zeigen aber die Größenordnung. Was eine Kostenquote von 3 Prozent über Jahrzehnte anrichtet, steht in Altersvorsorge-Kosten: Benchmarks und Vergleichsrahmen und im Glossar zu TER und Effektivkosten.

Der Rentenfaktor

Der Rentenfaktor entscheidet, wie viel monatliche Rente du am Ende je angespartem Kapital bekommst. In den kritisierten Beispielrechnungen liegt der garantierte Rentenfaktor bei rund 21,45 Euro je 10.000 Euro Vertragsguthaben mit 67 Jahren. Das ist im Marktvergleich niedrig: Aus 100.000 Euro Kapital würden so garantiert nur etwa 214 Euro Monatsrente. Der Rentenfaktor steht in deinen Unterlagen, und genau ihn solltest du mit anderen Anbietern vergleichen, bevor du einen Vertrag als gut oder schlecht einordnest.

Rechenbeispiel: 250 Euro Beitrag, 25 Jahre Restlaufzeit

Annahmen: 250 Euro Monatsbeitrag, 25 Jahre bis Rentenbeginn, Fondsanlage mit rund 5 Prozent Bruttorendite vor Kosten.

SzenarioEndkapital nach 25 JahrenBemerkung
Unverändert weiterlaufen, Effektivkosten 3 Prozentrund 96.000 EuroKosten zehren stark an der Rendite
Fondswechsel auf günstigere Bausteine, Kosten 2 Prozentrund 112.000 Euroinnerhalb des Vertrags, ohne Wechselrisiko
Wechsel in eine ETF-Police im Nettotarif, Kosten 0,8 Prozentrund 132.000 Eurominus Wechselkosten, Risikoschutz separat regeln

Die Spanne zwischen unverändertem Weiterlaufen und der Nettotarif-Variante liegt bei rund 36.000 Euro. Schon der reine Fondswechsel im Bestand holt einen großen Teil davon, ohne dass du den Vertrag aufgeben musst.

Vier Werte, die im Vertragscheck zählen

  1. Effektivkostenquote in der letzten Standmitteilung, Pflichtangabe seit 2022.
  2. Tatsächliche Fonds im Vertrag und deren laufende Kosten.
  3. Garantierter Rentenfaktor, verglichen mit aktuellen Nettotarifen.
  4. Gebündelte Bausteine, also ob Risikoschutz und Sparen sinnvoll getrennt gehören.

Wie dieser Check Schritt für Schritt abläuft, steht in Generali-Vertrag bewerten: Was wirklich zählt. Häufige Bestandsfragen beantwortet die Generali-FAQ zur Vertragsoptimierung.

Optimieren oder wechseln?

Vor jeder Kündigung gilt: erst rechnen, dann entscheiden. Ein Wechsel kostet erneut Abschlusskosten und gibt etwaige Garantien auf. Häufig bringt ein Fondswechsel im Bestand schon den größten Teil der möglichen Ersparnis. Die Methode dafür steht in Altersvorsorge nach Jahren: Bestand zuerst optimieren, der vollständige Ablauf eines Wechsels im Wechsel-Leitfaden Schritt für Schritt.

Zum Thema

Diese Aufstellung beschreibt die typische Funktionsweise des Produkts und die in unabhängigen Analysen berichteten Kostengrößen. Deine konkreten Konditionen, Fonds, Kosten und Rentenfaktoren stehen in deinem Vertragswerk und können davon abweichen.

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Quellen und weiterführende Informationen

Vertiefende, offiziell geprüfte Informationen zu den im Beitrag genannten Punkten, kuratiert für Anbieter im Vergleich:

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