
Swiss Life Maximo ist eine der bekanntesten fondsgebundenen Rentenversicherungen am deutschen Markt. Wer dort einen Vertrag hat, kann auf eine breite Fondsauswahl und etablierte Strukturen zurückgreifen, zahlt aber in der Praxis oft Kosten, die in der Standmitteilung nicht sofort sichtbar werden. Hier die nüchterne Aufstellung dessen, was im Vertrag wirklich steckt.
Das Wichtigste in Kürze
- Maximo ist eine fondsgebundene Rentenversicherung in mehreren Tarifgenerationen, von der klassischen Variante mit Garantiezins bis zur neueren Variante ohne Garantie.
- Beitragsgarantie zwischen 60 und 100 Prozent möglich. Je höher die Garantie, desto geringer die Renditechance auf den Fondsanteil.
- Effektivkosten typisch zwischen 1,5 und 2,5 Prozent pro Jahr, je nach Tarif und Laufzeit.
- Auszahlung als lebenslange Rente oder Kapitalauszahlung möglich, Wahlrecht zur Auszahlphase.
Tarifgenerationen im Überblick
Swiss Life hat den Maximo-Tarif über die Jahre mehrfach angepasst. Wer einen Vertrag hat, sollte zuerst die Generation identifizieren, weil sich Bedingungen und Kosten unterscheiden.
| Generation | Zeitraum Abschluss | Garantiezins | Fondskorb |
|---|---|---|---|
| Maximo Classic | bis 2017 | 1,25 bis 1,75 Prozent | breit, mit Garantiefonds |
| Maximo Strategy | 2017 bis 2022 | 0,9 Prozent (variabel) | Mehr ETF-Optionen |
| Maximo Invest | ab 2022 | 0,25 Prozent oder ohne | freie Fondsauswahl, ETF-Anteile |
| Maximo Plus | ab 2024 | Wahlmodell mit 60-100 Prozent Beitragsgarantie | 200+ Fonds, viele ETFs |
Faustregel: Wer einen Vertrag aus den Jahren bis 2017 hat, sitzt auf einem Garantiezins, den es heute so nicht mehr gibt. Wer ab 2022 abgeschlossen hat, sollte die Kosten genauer prüfen.
Vier Werte, die im Vertragscheck zählen
1. Effektivkostenquote in der letzten Standmitteilung
Seit 2022 muss in jeder Standmitteilung die Effektivkostenquote stehen. Bei Maximo-Verträgen liegt sie typischerweise zwischen 1,5 und 2,5 Prozent pro Jahr, abhängig von Restlaufzeit, Garantiehöhe und Fondsauswahl. Über 30 Jahre Laufzeit summiert sich das auf eine substantielle Renditeschmälerung. Mehr in TER und Effektivkosten, die zwei Kostenkennzahlen.
2. Wahl der Beitragsgarantie
In den neueren Tarifgenerationen kannst du wählen, wie viel Prozent deiner eingezahlten Beiträge garantiert zurückkommen. 100 Prozent klingt sicher, kostet aber Rendite. 60 Prozent gibt mehr Spielraum für Fondsanlage, aber Verlustrisiko ist höher. Die Wahl ist eine wichtige Stellschraube und bei vielen Verträgen anpassbar.
3. Aktuelle Fondsauswahl
Maximo-Verträge erlauben Fondswechsel innerhalb des Tarifs, oft kostenlos. Wer in teuren aktiven Fonds steckt (TER 1,5 bis 2 Prozent), kann durch Wechsel in günstigere ETFs den Kostenrahmen deutlich reduzieren. Mehr in Fondswechsel im Versicherungsmantel sofern dieser Post auf der Domain liegt.
4. Garantiezins und Tarifgeneration
Alte Maximo-Verträge mit über 1,5 Prozent Garantiezins sind oft mehr wert, als sie auf den ersten Blick erscheinen. Eine Kündigung würde diesen Garantiezins für immer aufgeben. Vor einem Wechsel rechnen, ob die Kostenersparnis im Neuvertrag die verlorene Garantie überkompensiert.
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Kostenloses Erstgespräch sichernRechenbeispiel: Maximo Classic, Abschluss 2014, 300 Euro Beitrag
Annahmen: Vertragsbeginn 2014, garantierter Rechnungszins 1,75 Prozent, 11 Jahre eingezahlt, aktueller Bestand rund 35.000 Euro, Effektivkosten laut Standmitteilung 1,9 Prozent.
| Szenario | Endkapital nach weiteren 20 Jahren | Bemerkung |
|---|---|---|
| Unverändert weiterlaufen | rund 145.000 Euro | Garantie wirkt, Kosten zehren |
| Fondswechsel auf günstigere ETF-Variante | rund 162.000 Euro | Effektivkosten sinken auf rund 1,4 Prozent |
| Wechsel auf ETF-Police im Honorartarif | rund 178.000 Euro | minus Wechselkosten, Garantie weg |
| ETF-Sparplan im Depot, parallel weiter | rund 175.000 Euro | maximale Flexibilität |
Die Differenz zwischen Variante 1 und 3 liegt bei rund 33.000 Euro. Aber Variante 2 (nur Fondswechsel innerhalb des Maximo-Vertrags) holt schon 17.000 Euro ohne Wechselrisiko und ohne Verlust der Garantie. Das ist in vielen Fällen die bessere Lösung.
Wann lohnt eine Optimierung des bestehenden Vertrags?
Drei Bedingungen, unter denen Optimieren statt Wechseln die saubere Variante ist:
- Garantiezins über 1,5 Prozent (typisch Verträge vor 2017).
- Effektivkosten unter 2 Prozent nach Fondswechsel.
- Restlaufzeit über 15 Jahre, damit der Optimierungseffekt sich rechnet.
Sind alle drei erfüllt, ist Wechsel meist nicht der bessere Weg. Mehr in Altersvorsorge nach Jahren: Bestand zuerst optimieren.
Wann ist Wechseln eher sinnvoll?
Vier Punkte, ab denen sich der Wechsel rechnen kann:
- Effektivkosten über 2,5 Prozent nach Fondswechsel.
- Garantiezins unter 1 Prozent.
- Restlaufzeit über 20 Jahre, damit Wechselkosten amortisieren.
- Kein steuerlicher Bestandsschutz bei Vertragsbeginn vor 2005.
Detailrechnung im Wechsel-Leitfaden Schritt für Schritt.
Stolperfallen bei Maximo-Verträgen
Drei Punkte, die in der Beratungspraxis besonders oft auffallen:
- Beitragsdynamik überraschend aktiv. Viele Maximo-Verträge haben eine automatische 5-Prozent-Erhöhung pro Jahr, die der Kunde mal akzeptiert hat und dann vergisst. Über 20 Jahre wächst der Beitrag dadurch deutlich.
- Bonusrente in der Hochrechnung mitgezählt. Die Standmitteilung zeigt oft die optimistische Variante mit Überschussbeteiligung. Die garantierte Rente ist meist 30 bis 50 Prozent niedriger.
- Fondswechsel-Möglichkeit ungenutzt. Viele Mandanten wissen nicht, dass sie kostenlos in günstigere ETF-Fonds innerhalb des Maximo-Mantels wechseln können.
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Diese Aufstellung beschreibt die typischen Eigenschaften des Maximo-Tarifs in Generationen-Übersicht. Konkrete Konditionen und Klauseln stehen im jeweiligen Vertragswerk und können davon abweichen.
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