
Generali-Bestandskunden kommen mit ziemlich konstanten Fragen ins Erstgespräch. Sieben davon sind so häufig, dass sie eine eigene FAQ verdienen. Hier die Antworten ohne Versicherungsdeutsch.
FAQ
Wie erkenne ich, welche Generali-Tarifgeneration ich habe?
Abschlussdatum plus Tarifname im Versicherungsschein. Verträge vor 2017 haben oft einen Garantiezins zwischen 1,75 und 4 Prozent, ab 2017 fielen die garantierten Werte deutlich, ab 2022 fast vollständig. Die Generali hat über die Jahre klassische, fondsgebundene und hybride Tarife im Programm gehabt. Welche Generation du hast, bestimmt den Wert deines Vertrags. Mehr in Bestandsversicherer: Tarifgenerationen im Vergleich.
Was bedeutet der Run-off bei Generali Leben für mich?
Die Generali hat einen Teil ihres klassischen Lebensversicherungs-Bestands an einen Abwicklungsspezialisten (Run-off-Plattform) übertragen. Für bestehende Verträge ändern sich die vertraglichen Garantien dadurch nicht, der Vertrag läuft mit allen zugesagten Leistungen weiter. Was sich ändern kann, ist die Höhe der künftigen Überschussbeteiligung. Garantiezins und Garantierente bleiben bestehen.
Kann ich Fonds wechseln, ohne den Vertrag zu kündigen?
Bei fondsgebundenen Generali-Tarifen ist ein Fondswechsel innerhalb des Mantels meist kostenlos möglich, oft mehrmals pro Jahr. Wer in teuren aktiven Fonds steckt, kann durch Wechsel in ETF-basierte Fonds die Effektivkosten um 0,5 bis 1 Prozent pro Jahr senken.
Was sind die Effektivkosten meines Vertrags?
Pflichtangabe seit 2022 in jeder Standmitteilung. Bei Generali-Tarifen liegen sie typischerweise zwischen 1,6 und 2,4 Prozent pro Jahr, abhängig von Generation und Fondsauswahl. Über 25 Jahre Laufzeit kostet ein Prozentpunkt Effektivkosten rund 20 Prozent des Endkapitals. Mehr in TER und Effektivkosten, die zwei Kostenkennzahlen.
Was, wenn ich beitragsfrei stellen will?
Beitragsfreistellung ist bei Generali-Verträgen möglich. Der Vertrag läuft dann ohne weitere Einzahlungen weiter, das Guthaben bleibt im gewählten Fonds oder im Deckungsstock. Vorteil: Ein vorhandener Garantiezins bleibt erhalten. Nachteil: Die laufenden Verwaltungskosten reduzieren das Guthaben weiter. Bei kleinem Guthaben ist oft ein Wechsel die bessere Wahl, mehr im Wechsel-Leitfaden Schritt für Schritt.
Lohnt der Wechsel auf einen Nettotarif?
Bei langer Restlaufzeit über 20 Jahre und Effektivkosten über 2 Prozent rechnet sich der Wechsel meistens. Bei kurzer Restlaufzeit oder hohem Garantiezins selten. Vor jeder Kündigung die verlorene Garantie gegen die Kostenersparnis im Neuvertrag rechnen. Mehr in Nettotarif: Was ist das und wann lohnt er sich?.
Wer prüft meinen Generali-Vertrag neutral?
Vier Wege gibt es: Verbraucherzentrale, Honorarberater, ungebundener Makler und Vergleichsportal. Welcher Weg zu deiner Lage passt, zeigt der Vergleich Wer prüft Altersvorsorge-Verträge?. Die konkreten Prüfwerte stehen im 4-Schritte-Ablauf zum Vertragscheck.
Zum Thema
- Generali-Vertrag bewerten: Was wirklich zählt
- Bestandsversicherer: Tarifgenerationen im Vergleich
- Altersvorsorgevertrag prüfen: Der 4-Schritte-Ablauf
- Nettotarif: Was ist das und wann lohnt er sich?
- Wer prüft Altersvorsorge-Verträge? Anbieter im Vergleich 2026
Diese Antworten gelten für die typischen Konstellationen aus der Beratungspraxis. Konkrete Werte und Klauseln stehen in deinem Vertrag und können davon abweichen.
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Vertiefende, offiziell geprüfte Informationen zu den im Beitrag genannten Punkten, kuratiert für Anbieter im Vergleich:
- BaFin – Kosten kapitalbildender Lebensversicherungen
- BaFin – Kundennutzen im Fokus (Wohlverhaltensaufsicht)
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