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Risikoabsicherung: warum der Hauptverdiener Priorität hat

Das größte Vermögen der meisten Haushalte ist das künftige Einkommen des Hauptverdieners. Warum dessen Absicherung durch Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherung vor dem Sparen und Investieren kommt.

Beratungsgespräch zur Absicherung des Haupteinkommens

Das größte Vermögen der meisten Haushalte steht nicht auf dem Depotauszug, sondern in der Zukunft: das Einkommen, das der Hauptverdiener über die nächsten Jahrzehnte noch erarbeiten wird. Fällt diese Einkommensquelle durch Krankheit, Unfall oder Tod weg, hilft kein Sparplan darüber hinweg. Deshalb kommt die Absicherung der Arbeitskraft vor dem Vermögensaufbau.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das künftige Einkommen ist meist größer als jedes Depot, das ein Haushalt je aufbaut.
  • Ohne Einkommen fließt keine Sparrate, der ganze Aufbau steht still.
  • Bei knappem Budget wird das größte, für den Haushalt unverzichtbare Einkommen zuerst abgesichert.
  • Zwei Bausteine tragen die Absicherung: Berufsunfähigkeit für den Verlust der Arbeitskraft, Risikoleben für die Hinterbliebenen.

Die Arbeitskraft ist das größte Vermögen

Ein Nettoeinkommen von 2.500 Euro im Monat summiert sich über 35 Berufsjahre auf mehr als eine Million Euro. Diese Summe übersteigt bei den meisten Menschen alles, was sie je an Erspartem oder im Depot halten werden. Genau dieser Wert entsteht Monat für Monat aus der Arbeitskraft, und genau dieser Wert steht auf dem Spiel, wenn die Arbeitskraft ausfällt.

Deshalb ist die Frage nicht, ob ein Ausfall abgesichert gehört, sondern womit. Ein angespartes Depot kann ein wegfallendes Einkommen über Jahrzehnte nicht ersetzen, eine passende Versicherung schon.

Warum die Absicherung vor dem Sparen kommt

Vermögensaufbau setzt eine laufende Sparrate voraus, und diese Rate stammt aus dem Einkommen. Fällt das Einkommen weg, versiegt die Rate, und das bereits Angesparte wird zum Überleben aufgezehrt statt zum langfristigen Aufbau genutzt. Die Absicherung schützt also nicht nur den Menschen, sondern auch den Plan.

Das bedeutet nicht, dass gar nicht gespart werden darf, bevor jede Police steht. Es bedeutet, dass die grundlegende Absicherung der Arbeitskraft nicht hinter das Investieren rutschen sollte. Wie sich diese Reihenfolge mit dem Notgroschen verbindet, steht in Notgroschen oder ETF: Was kommt zuerst?.

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Warum der Hauptverdiener zuerst

In einem Haushalt zählen beide Einkommen, aber bei begrenztem Budget wird zuerst das Einkommen abgesichert, dessen Wegfall den Haushalt am härtesten trifft. Das ist in der Regel der Hauptverdiener. Trägt ein Einkommen den größten Teil der laufenden Kosten, wiegt sein Ausfall schwerer als der eines kleineren Zusatzeinkommens.

Das heißt nicht, dass das zweite Einkommen unwichtig ist. Wenn beide Partner zum Lebensunterhalt beitragen oder Kinder da sind, gehört auch das zweite Einkommen auf die Liste, nur eben in der zweiten Runde. Wie sich die Prioritäten mit Kindern verschieben, steht in Familie und Altersvorsorge: Wie sich die Prioritäten verschieben.

Zwei Bausteine: Berufsunfähigkeit und Risikoleben

Die Absicherung der Arbeitskraft ruht auf zwei unterschiedlichen Bausteinen, die oft verwechselt werden.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn der Versicherte seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann. Sie sichert den Fall ab, dass die Arbeitskraft selbst verloren geht. Wie sie sich mit dem Vermögensaufbau verbinden lässt, steht im Leitfaden Berufsunfähigkeit und Altersvorsorge kombinieren, Eckdaten zum Vergleich im Beitrag Berufsunfähigkeitstarife im Vergleich.

Die Risikolebensversicherung zahlt eine vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen, wenn der Versicherte stirbt. Sie schützt Angehörige, die auf das Einkommen angewiesen sind, etwa Partner mit gemeinsamem Kredit oder Familien mit Kindern. Beide Bausteine ergänzen sich, weil sie verschiedene Risiken abdecken.

Wie das in die Reihenfolge passt

Eine tragfähige Reihenfolge sieht meist so aus: erst ein Notgroschen für kurzfristige Engpässe, dann die Absicherung der Arbeitskraft, dann der langfristige Vermögensaufbau. So steht das Fundament, bevor das Geld in schwankende Anlagen fließt. Wie der Aufbau danach aussieht, steht in Vermögensaufbau mit 30 bis 45: die Strategie.

Zum Thema

Dieser Beitrag ist eine allgemeine Orientierung und keine Versicherungs- oder Anlageberatung. Welche Absicherung in welcher Höhe zu deiner Situation passt, hängt von Einkommen, Beruf und familiärer Lage ab und klärt sich im Erstgespräch.

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Quellen und weiterführende Informationen

Vertiefende, offiziell geprüfte Informationen zu den im Beitrag genannten Punkten, kuratiert für Vorsorge nach Lebensphase:

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