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Selbständige und Altersvorsorge: Typische Skepsis

Mein Unternehmen ist meine Altersvorsorge? Brauche ich Rürup wirklich? Sieben Einwände von Selbständigen zur privaten Vorsorge mit klaren Antworten.

Selbständige mit Vorsorge-Unterlagen am Tisch

Im Erstgespräch mit Selbständigen kommen seltener Fragen, häufiger Einwände. Sieben davon höre ich besonders oft, hier mit den Gegenargumenten aus meiner Beratungspraxis.

FAQ

Mein Unternehmen ist doch meine Altersvorsorge, brauche ich noch eine private?

Klingt plausibel, ist aber selten belastbar. Ein Unternehmen kann wertvoll sein, aber nicht jeder Geschäftsmodell-Verkauf gelingt zum gewünschten Preis. Eine zweite Säule außerhalb des Unternehmens (Rürup, ETF) macht dich unabhängig vom Verkaufserfolg. Mehr in Selbständige und Altersvorsorge: Leitfaden mit Reihenfolge.

Rürup ist doch unflexibel, lohnt sich das überhaupt?

Bei mittlerem bis hohem Steuersatz ja, weil die Steuerersparnis sofort wirkt. Bei 60.000 Euro Gewinn und 7.500 Euro Rürup-Beitrag spart du rund 3.000 Euro Steuern jährlich. Wichtig: mit niedriger Basisrate starten, per Sonderzahlung jedes Jahr aufstocken, je nach Gewinn.

Ist ETF nicht besser als Rürup?

Beide haben unterschiedliche Funktionen. Rürup wirkt steuerlich heute, ETF wirkt steuerlich später und ist flexibel. Die meisten Selbständigen fahren mit beidem besser als mit einem allein. Faustregel: Rürup so weit, wie der Steuersatz es lohnenswert macht, dann ETF.

Was passiert mit meinem Rürup, wenn ich später angestellt bin?

Der Vertrag läuft weiter. Du kannst Beiträge reduzieren, pausieren (beitragsfrei stellen) oder weiter besparen. Die bisher angesparten Ansprüche bleiben erhalten. Eine Übertragung in eine bAV oder Auszahlung sind nicht möglich.

Kann ich Beiträge zur Altersvorsorge steuerlich absetzen?

Rürup-Beiträge sind bis 27.566 Euro (2026) als Sonderausgaben absetzbar, bei vollem Höchstbetrag. BU-Beiträge sind als Vorsorgeaufwand begrenzt absetzbar, in der Praxis oft mit geringer Wirkung wegen ausgeschöpfter Höchstbeträge. ETF-Sparpläne sind nicht absetzbar.

Bekomme ich überhaupt eine gesetzliche Rente?

Hängt vom Status ab. Pflichtversicherte Selbständige (KSK, Handwerkskammer, Pflegekräfte) ja, freiberufliche IT- oder Beraterberufe nicht automatisch. Eine Kontenklärung bei der Deutschen Rentenversicherung schafft Klarheit. Mehr in Drei Schichten der Altersvorsorge, häufige Fragen.

Lohnen sich Immobilien statt ETF und Rürup?

Selbstgenutzte Immobilien können Vorsorge ergänzen, ersetzen sie aber nicht. Renditeimmobilien zur Vermietung sind eine eigene Anlageklasse mit hohem Aufwand. Wer das nicht aktiv betreiben will, fährt mit ETF-Sparplänen meist besser auf Rendite-pro-Stunde.

Zum Thema

Diese Antworten sind Orientierung vor einem Beratungsgespräch, keine individuelle Anlageberatung.

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Quellen und weiterführende Informationen

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