
Nicht jede Altersvorsorge ist steuerlich gleich. Manche Beiträge senken sofort die Steuerlast, andere zahlen sich erst in der Auszahlphase aus. Sieben Fragen, die im Erstgespräch besonders häufig kommen. Stand 2026.
FAQ
Was kann ich bei der Altersvorsorge von der Steuer absetzen?
Vor allem drei Wege senken die Steuer schon in der Ansparphase: die Basisrente (Rürup), die betriebliche Altersvorsorge und Riester. Ein privater ETF-Sparplan oder eine private Rentenversicherung sind in der Ansparphase dagegen nicht absetzbar, ihr Steuervorteil liegt erst in der Auszahlung.
Wie viel ist bei der Basisrente (Rürup) absetzbar?
2026 sind Beiträge bis 30.826 Euro für Alleinstehende und bis 61.652 Euro für zusammen veranlagte Paare zu 100 Prozent als Sonderausgaben absetzbar. Das macht die Basisrente vor allem für Selbstständige und Gutverdiener mit hohem Steuersatz interessant. Der Nachteil: Das Kapital ist streng an die Rente gebunden, keine Kapitalauszahlung, keine Kündigung.
Wie wird die betriebliche Altersvorsorge steuerlich gefördert?
Über die Entgeltumwandlung aus dem Bruttogehalt. 2026 bleiben Beiträge bis 8.112 Euro pro Jahr steuerfrei und bis 4.056 Euro zusätzlich sozialabgabenfrei. Der Beitrag mindert also direkt das zu versteuernde Einkommen. Wie sich die zwei häufigsten Durchführungswege unterscheiden, steht im Vergleich Pensionskasse und Direktversicherung.
Was bringt Riester steuerlich?
Riester läuft zweigleisig: staatliche Zulagen plus ein Sonderausgabenabzug von bis zu 2.100 Euro pro Jahr. Das Finanzamt prüft automatisch, ob Zulagen oder Steuerersparnis für dich günstiger sind. Riester lohnt vor allem für Familien mit Kindern und für Geringverdiener, weil die Zulagen dann stark ins Gewicht fallen.
Kann ich einen ETF-Sparplan oder eine private Rentenversicherung absetzen?
In der Ansparphase nicht. Diese Wege der dritten Schicht werden aus dem Nettoeinkommen bespart. Ihr steuerlicher Vorteil liegt in der Auszahlung, etwa im Halbeinkünfteverfahren bei einer Police oder im Sparerpauschbetrag beim Depot. Mehr dazu in der Nettotarif-FAQ.
Wie wird die Auszahlung später besteuert?
Nach dem Prinzip der nachgelagerten Besteuerung. Was in der Ansparphase steuerfrei blieb, wird in der Rente versteuert, das gilt für Rürup, gesetzliche Rente und betriebliche Vorsorge. Bei einer privaten Rentenversicherung greift bei Auszahlung ab dem 62. Geburtstag und mindestens 12 Jahren Laufzeit das Halbeinkünfteverfahren, beim ETF-Depot die Abgeltungsteuer auf die Gewinne.
Was lohnt sich steuerlich für wen?
Faustregel: Rürup für Selbstständige und Gutverdiener, betriebliche Vorsorge für Angestellte mit Arbeitgeberzuschuss, Riester für Familien und Geringverdiener. Der Steuervorteil ist aber nur ein Kriterium, Kosten und Flexibilität zählen genauso. Ein Überblick über die geförderten Wege steht im Vergleich Riester, Rürup und private Vorsorge.
Zum Thema
- Riester vs. Rürup vs. private Vorsorge, Vergleich 2026
- Pensionskasse vs. Direktversicherung, Vergleich 2026
- Nettotarif: Was ist das und wann lohnt er sich?
- Kosten der Altersvorsorge: Typische Fragen
- Altersvorsorgevertrag prüfen, der 4-Schritte-Ablauf
Diese Antworten sind eine allgemeine Einordnung, keine Steuerberatung. Was in deinem Fall gilt, hängt von Einkommen, Steuersatz und Vertrag ab und klärt sich mit deinem Steuerberater oder im Erstgespräch.
Du willst deine Altersvorsorge strukturiert und transparent vergleichen?
Kostenloses Erstgespräch sichernQuellen und weiterführende Informationen
Vertiefende, offiziell geprüfte Informationen zu den im Beitrag genannten Punkten, kuratiert für Altersvorsorge prüfen & vergleichen:
- BaFin – Kosten kapitalbildender Lebensversicherungen
- Verbraucherzentrale – Altersvorsorge
- BaFin – Anlageberatung: Was Sie beachten sollten
Unser Angebot: Finance Ausbilder – Kostenloses Erstgespräch zur ungebundenen Finanzberatung