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ETF in der Auszahlphase: Strategien und typische Fragen

Wie holt man Geld aus dem ETF-Depot in der Rente, taugt die 4-Prozent-Regel, was ist das Sequenzrisiko und wie viel Aktien noch im Alter? Typische Fragen zur ETF-Entnahmestrategie, sachlich beantwortet.

Entnahmestrategien für das ETF-Depot in der Rente

In der Rente kehrt sich die Logik um: Statt einzuzahlen, wird entnommen. Sieben typische Fragen zur Entnahme aus dem ETF-Depot, sachlich beantwortet und ohne Versprechen auf eine bestimmte Rendite.

FAQ

Wie hole ich das Geld in der Rente aus dem ETF-Depot?

Indem du regelmäßig Anteile verkaufst, statt wie in der Ansparphase zu kaufen. Das kann ein automatischer Auszahlplan beim Broker übernehmen, der monatlich einen festen Betrag oder eine feste Zahl Anteile verkauft. Wie ein solcher Plan aufgebaut wird, steht in ETF-Entnahmeplan: Schritt für Schritt.

Feste monatliche Entnahme oder prozentuale Entnahme?

Beides hat Vor- und Nachteile. Eine feste monatliche Summe ist planbar, zehrt in schwachen Börsenjahren aber stärker am Depot. Eine prozentuale Entnahme, etwa ein fester Anteil des jeweiligen Depotwerts, passt sich der Marktlage an, liefert dafür schwankende Beträge. Viele mischen beides, mit einem festen Sockel und einem flexiblen Teil.

Was ist die 4-Prozent-Regel und taugt sie?

Die 4-Prozent-Regel ist eine Faustregel aus den USA, nach der man im ersten Rentenjahr etwa 4 Prozent des Depots entnimmt und den Betrag danach an die Inflation anpasst. Sie ist eine grobe Orientierung, keine Garantie, und beruht auf historischen US-Daten mit einem langen Zeithorizont. Für die eigene Planung taugt sie als Startpunkt, nicht als festes Versprechen.

Was ist das Sequenzrisiko?

Das Sequenzrisiko ist die Gefahr, dass schlechte Börsenjahre gerade zu Beginn der Entnahme kommen. Wer in einem Einbruch Anteile verkaufen muss, um zu leben, verkauft viele Anteile zu niedrigen Kursen, und dieses Kapital fehlt dauerhaft. Dieselbe Rendite in anderer Reihenfolge kann das Depot deutlich länger oder kürzer tragen.

Wie schütze ich mich vor schlechten Startjahren?

Vor allem mit einem Puffer. Ein bis zwei Jahresausgaben auf dem Tagesgeldkonto erlauben es, in einem Einbruch aus dem Puffer zu leben statt Anteile im Tief zu verkaufen. Auch eine flexible Entnahme, die in schwachen Jahren kleiner ausfällt, senkt das Sequenzrisiko.

Wie viel Aktienanteil ist in der Rente noch sinnvoll?

Nicht null. Auch im Ruhestand läuft das Geld oft noch zwanzig Jahre und mehr, deshalb bleibt ein Aktienanteil sinnvoll, ergänzt um einen sicheren Teil für die laufenden Ausgaben. Wie sich die Aufteilung bemisst, steht in Langfristige Asset-Allocation: die entscheidenden Faktoren.

Depot-Entnahme oder Verrentung über eine Versicherung?

Die Depot-Entnahme ist flexibel und du behältst die Kontrolle über das Kapital, trägst aber das Risiko, sehr alt zu werden und das Geld aufzubrauchen. Eine Verrentung sichert ein lebenslanges Einkommen, gibt dafür Flexibilität und Kapitalzugriff auf. Der Vergleich steht in ETF-Depot oder ETF-Versicherung in der Auszahlphase.

Zum Thema

Diese Antworten sind eine allgemeine Orientierung und keine Anlageberatung. Welche Entnahmestrategie zu dir passt, hängt von Vermögen, Ausgaben und Risikoneigung ab.

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